Wetter in Büren

*

Wolkig

5 °C
Südwest 3.1 km/h

Dienstag
Schneefall (0 ↔ 2 °C)

Mittwoch
Regen möglich (1 ↔ 3 °C)

Donnerstag
Regen möglich (1 ↔ 3 °C)

Freitag
Regen möglich (1 ↔ 3 °C)

Bürener Adventskalender

In diesen Tagen sind die Fenster eines der bekanntesten Bürener Gebäude adventlich geschmückt. In 24 Fenstern werden in der Adventszeit Bürener Motive gezeigt.
Sehen Sie hier die Bilder im Original.

Die Geschichte des markanten Gebäudes in Bürens Mitte ist wenig bekannt.

Wir freuen uns, wenn Sie oder ihr uns Geschichten und Erlebnisse von diesem Gebäude oder auch von der Geschichte der ehemaligen Taubstummenanstalt erzählen könnt. An dieser Stelle möchten wir diese Geschichten veröffentlichen.
Natürlich sagen Bilder mehr als viele Worte. Daher würden wir gerne auch alte Bilder veröffentlichen, die das Gebäude oder die Umgebung mit Königstraße, Bertholdstraße oder Burgstraße zeigen.

Nun etwas zur Geschichte des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Gehörlosenschule.

Das seit 1985 denkmalgeschützte Gebäude der früheren Taubstummenanstalt wurde bereits 1841 im spätklassizistischen Stil an markanter Stelle im Stadtkern von Büren errichtet.

Das Haus war 1841 nach einem Brand für den Bürener Kaufmann Eduard Gödde in exponierter Lage an der Ecke Bertholdstrasse/Königstrasse als Wohn- und Geschäftshaus errichtet worden.

1868 verkaufte Gödde das Gebäude samt Hofraum, Stall und Abort sowie Hausgarten für 5.900 Thaler, so dass hier das beheimatete „Lehrerseminar samt „Taubstummen-Anstalt“ untergebracht werden konnte.

Dieses 1825 durch die preußische Regierung gegründete Lehrerseminar war 1830 um eine „Taubstummenanstalt“ erweitert worden und bis dahin im heutigen Mauritiusgymnasium untergebracht.

Hier wurden dann zunächst vier Klassenräume sowie eine Lehrerwohnung eingerichtet.

Nach dem Umzug in das Gebäude Bertholdstr. 3 im Jahr 1869 wuchs der Platzbedarf so stark, dass man 1895 in das gegenüberliegende Gebäude der Gehörlosenschule (jetzt Fachräume des Mauritiusgymnasiums) einzog.

Gebäude Bertholdstr. 3 (rechts) ca. 1920, Blick von der Kreuzung die Königstraße rauf.

Mit Errichtung dieses Schulneubaus 1895 im Stile des Kollegs wurde die Nutzung als Lehrerwohnung mit Klassenräumen wieder aufgegeben und das Gebäude zunächst für Dienstwohnungen und Direktorenzimmer, später als Verwaltungsgebäude der Gehörlosenschule und mit Fachräumen wie einer Küche genutzt.

Mit dem Wachstum der Gehörlosenschule in den 1960er Jahren wurde nebenan für Unterricht sogar ein Pavillon errichtet.

Seit dem Neubau der heutigen Moritz-von-Büren-Schule, LWL-Förderschule mit dem Schwerpunkt Hören und Kommunikation im Jahre 2006 wurden das Gebäude nicht mehr für Schulzwecke genutzt und steht seit einigen Jahren leer.

Gebäude heute